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Archive for the ‘Artikel in deutsch’ Category

Die Nacht der Museen in Moskau – ein unerwarteter Publikumshit

Posted by Kris Roman on May 19, 2008

RIA Novosti

Die Nacht der Museen in Moskau vom 17. zum 18. Mai war ein großer Publikumserfolg. Viele Kunstliebhaber nahmen kilometerlange Schlangen in Kauf, um die hauptstädtischen Museen und Galerien kostenlos zu besichtigen.

Unter den staatlichen Museen erfreute sich die Tretjakow-Galerie mit 17 000 Besuchern der größten Beliebtheit.

„Die Hauptausstellung der klassischen russischen Kunst und die im Vorfeld der Auktion von Christie’s durchgeführte Ausstellung ‘Die Kunst der Präraffaeliten’ konnten vom Beginn der Nacht der Museen um 18.30 Uhr bis 22.00 Uhr 2800 Menschen sehen und weitere 800 kamen in die Tretjakow-Galerie, um die Ausstellung ‚Das Goldene Vlies’ zu sehen“, sagte die stellvertretende Direktorin dieses Museums, Marina Elsesser, RIA Novosti.

Am Sonntag, als der Eintritt in die Tretjakow-Galerie ebenfalls gratis war, seien 16 000 Besucher verzeichnet worden.

Wie der Pressedienst des Puschkin-Museums berichtete, unterhielten das Symphonieorchester und die Solisten des Bolschoi-Theaters die Besucher, die auf den Eintritt in dieses Museum für bildende Künste warteten. Zudem wurde vor dem Hauptgebäude des Museums das Projekt „Art-Tour“ präsentiert, in dessen Rahmen die Häuser im Stadtzentrum Moskaus mit Postern verziert werden, auf denen Kunstwerke aus der Sammlung des Puschkin-Museums abgebildet sind.

Das Historische Museum begann bereits einige Tage vor der Nacht der Museen mit der Ausgabe von insgesamt 1500 Gratis-Tickets, um einen chaotischen Besucherandrang, wie es im Vorjahr der Fall gewesen war, zu vermeiden, sagte die Pressesprecherin des Museums, Olga Bukowskaja.

Für die Moskauer Galeristen entpuppte sich die Nacht der Museen als echte Überraschung hinsichtlich der Besucheranzahl. Den größten Ansturm verzeichneten die Galerien im Zentrum für zeitgenössische Kunst „Winsawod“. Es veranstaltete zudem eine Musik- und Feuershow und präsentierte Videokunst. In einem Straßencafé wurden die Besucher mit Schaschlik und Bier bewirtet.

Fjodor Pawlow-Andrejewitsch, der Veranstalter des Projektes „Doutrart“, das 50 Galerien vereinigt, gab zu, mit einem solchen Andrang nicht gerechnet zu haben.

Die Galeristen erklären sich dieses Phänomen mit der allgemeinen Begeisterung der Moskauer für die moderne Kunst seit den vergangenen zwei Jahren. So wurde auf der Messe „Art-Moskwa“, die bis Sonntag lief, alles und unabhängig vom Preis gekauft, vermerken die Kunstexperten.

Doch auch andere Galerien konnten nicht über Besuchermangel klagen. In der Galerie von Gari Tatinzjan hielt zum Beispiel der bekannte amerikanische Künstler George Condo eine Lesung und es fand ein Konzert der Gruppe ZventaSventana statt.

Im Kunstzentrum ArtStrelka wurden die bedeutendsten Künstler des Jahres gewählt. Gewonnen haben die Abstimmung Boris Orlow, Ilja Truschewski, Sergej Bratkow und Andrej Monastyrski.

Das Moskauer Museum für zeitgenössische Kunst wartete mit thematischen Exkursionen, unter anderem über den Maler Kasimir Malewitsch, auf.

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US-GEHEIMDIENST MACHT RUSSLAND ZUM GROSSEN SÜNDENBOC

Posted by Kris Roman on May 16, 2008

Andrej Fedjaschin für RIA Novosti.

Gas, Öl, Pipelines und Investitionen in Europa und Asien gehören laut den US-Geheimdiensten zu Russlands größten Sünden.

Sie können, wie in den USA behauptet, alle zusammen und jede einzeln “ohne Vergebung” und angesichts unkontrollierter Praktiken der nationalen Sicherheit des Landes Schaden zufügen. Alle “Sünden” zählte der US-Geheimdienstdirektor Michael McConnell in seinem jüngsten Jahresbericht auf. Der Bericht wurde vor kurzem dem Kongress vorgelegt. Die militärische Komponente der möglichen Gefahr seitens Russlands ist natürlich nicht verschwunden, wird jedoch selbst nicht ohne verlegen zu sein wegen der ständigen eigenen militärischen Muskelspiele im Vergleich zu den geschrumpften russischen erwähnt: “Die russische militärische Maschinerie beginnt die langzeitige Verschlechterung ihrer Fähigkeiten, die bereits vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion begann, zu überwinden.” Doch die “wachsende wirtschaftliche Macht” Moskaus empfiehlt der US-Geheimdienstkoordinator als Grund zur “Besorgnis” aufzufassen.

Überhaupt sei gleich vorausgeschickt, dass die Worte “Gefahr für” die USA im Zusammenhang mit Russland im Bericht kein einziges Mal vorkommen. Bei näherer Betrachtung wirkt McConnells Bericht weder schockierend noch sensationell, auch enthält er nichts Neues. Auf jeden Fall in Bezug auf Moskau. Im Bericht vom vorigen Jahr wurde Russland deutlich schärfer abgewatscht.

Im Kreml hatte man also völlig Recht, als dort auf die Bitte der russischen Presse der Bericht kommentiert wurde und sein Inhalt “nicht dramatisiert werden sollte”, obwohl er auch “Fragen auslöst”. Schließlich legen die US-Amerikaner nicht erst seit einem Jahr Russland zur Last, “allmählich eine Kontrollposition über das Energieliefernetz von Europa bis Ostasien erlangen zu wollen” und “aggressive Versuche unternommen zu haben, die Energiekorridore Ost – West zu kontrollieren”. Kaum als ein Ausfall sind auch McConnells Worte zu beurteilen, er habe “Befürchtungen”, dass “Russland, China und die OPEC … finanzielle Hebel zur Erreichung politischer Ziele einsetzen”, ebenso wie seine Aufforderung, sich ernste Gedanken über eine Frage wie die “Zunahme der russischen Investitionen im Ausland” zu machen. Hauptsächlich natürlich in Europa und China sowie die Investitionen in die Energiebranchen. Letztendlich gibt es daran absolut nichts Neues und ganz sicher nichts davon, was auch die USA selbst nicht schon längst betrieben hätten.

In keinem anderen Land der Welt haben übrigens die wichtigsten Ministerien – von dem Außenministerium und dem Pentagon bis zum Landwirtschaftsministerium – so viele Abteilungen und Unterabteilungen, die US-Waren, Dienstleitungen, Kredite, Finanzinstrumente, die Kultur und Lebensweise, Coca-Cola, Pkw und Waschmaschinen im Ausland fördern oder auf neue Märkte bringen sollen. In keinem einzigen Land, ob winzig klein oder mächtig, werden die US-amerikanischen Botschafter und Diplomaten auch nur ein bisschen Verlegenheit zeigen, wenn es gilt, “die Muskeln spielen zu lassen” oder einem Konkurrenten der USA in Handel und Wirtschaft ein Bein zu stellen. Das ist im diplomatischen Dienst nachgerade ein Leitsatz. Der Umstand, dass Russland im Bericht auf einer Stufe mit Iran, Irak, Pjöngjang, Peking und selbst dem Weltübel Nummer eins wie der Al Qaida genannt wird, bedeutet keineswegs, dass zwischen ihnen ein Gleichheitszeichen zu setzen ist. “Überspitzungen” und “Übertreibungen” sind in solcherlei Opus eher eine Gesetzmäßigkeit als ein Zufall. Immerhin handelt es sich um die Aufklärung, und ein weiser Engländer sagte einmal: “Dort, wo ein Geheimnis beginnt, ist der Betrug nicht weit.” Übrigens hat jeder Beruf, wie es so heißt, “seine Versuchungen”.

Wenn etwas die diesjährigen “Einschätzungen” von ähnlichen unterscheidet, dann die Tatsache, dass sie im Jahr der doppelten Präsidentschaftswahlen – in den USA und in Russland – vorbereitet wurden. Dadurch wurde Vizeadmiral i.R. Michael McConnell eine wirklich schwere Last aufgebürdet. Sein Amt ist das direkte Produkt der schockierenden Ereignisse vom September 2001 und hat die Aufgabe, die Tätigkeit von anderthalb Dutzend US-Aufklärungsorganen zu koordinieren: von CIA, FBI, der Nationalen Sicherheitsbehörde, denen der Luft-, der Seestreitkräfte und des Heeres bis zur Aufklärung des Küstenwachdienstes, des Energieministeriums usw. Er musste eine Mammutarbeit leisten, um die Einschätzungen und Meinungen der Behörden auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, die nicht nur schwer miteinander zu vereinbaren sind, sondern sich einfach nicht riechen können. McConnells Vorgänger John Negroponte, der als Erster diese Posten im Gründungsjahr 2005 übernommen hatte, konnte keine besonderen Erfolge aufweisen. Nach nicht einmal zwei Jahren wurde er von Präsident George W. Bush ins Außenministerium zurückversetzt.

Der Großteil von McConnells Arbeit ist verständlicherweise politisch, sie hat mit den wirklichen Geheimnissen nichts zu tun. Man muss schon sehr naiv sein, um zu glauben, bei den Anhörungen über den Bericht könnten irgendwelche Geheimnisse ans Tageslicht kommen. Berücksichtigt man aber, dass die US-Amerikaner bei ihrer Propaganda nie sehr viel Geschick zeigten, so sind solche Anhörungen der Chefs der Spionagebehörden vielleicht die kürzeste Entfernung, die sie von einem solchen Geschick trennt.

Besagte Berichte sind nichts anderes als ein weiteres außenpolitisches Instrument, nur in den “Schleier eines beinahe enthüllten Geheimnisses” gepackt. In Wirklichkeit sind all die dargelegten Thesen, “Besorgnisse” und “Unruhen” meist nicht etwa Offenbarungen der Aufklärung, sondern eher eine direkte Erinnerung daran, was die USA sehen möchten und was sie nicht akzeptieren wollen noch werden – als eine Art Orientierungspunkt ist das recht nützlich.

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Russisch-orthodoxe Kirche begeht Mariä Verkündigung

Posted by Kris Roman on April 7, 2008

Anlässlich des Festes Mariä Verkündigung hat Patriarch Alexi II. von Moskau und ganz Russland am Montag nach einem alten Moskauer Brauch Dutzende von Tauben von der Treppe der Verkündigungskathedrale im Moskauer Kreml frei gelassen.

Der Patriarch wurde dabei von den Schülern eines orthodoxen Gymnasiums begrüßt.

Zuvor hatte das Oberhaupt der Russisch-orthodoxen Kirche in dem Gotteshaus eine festliche Liturgie unter Teilnahme von Erzbischöfen aus allen Teilen Russlands, so von Sachalin und den Kurilen, aus Ussurijsk und Wladiwostok, zelebriert.

Der Patriarch beglückwünschte die Gläubigen zum Fest und wünschte ihnen “Kraft und Mut” auf Fürbitte der Gottesmutter.

Mariä Verkündigung, eines der zwölf Hauptkirchenfeste, bedeutet so viel wie die Ankündigung der Geburt Jesu an Maria durch den Erzengel Gabriel.

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Olympia-Fackellauf begann in Sankt Petersburg

Posted by Kris Roman on April 5, 2008

Die Sankt Petersburger Etappe des Olympia-Fackellaufs hat am Samstagmorgen begonnen.

Daran nehmen namhafte Sportler, Kulturschaffende, Politiker, Unternehmer und Beamte teil, unter anderem die erste Raumfliegerin der Welt, Valentina Tereschkowa, der Vorstandsvorsitzende der Bank VTB, Andrej Kostin, und der Chef des Olympischen Komitees Russlands, Leonid Tjagatschow, teil. Jeder von ihnen wird einen Abschnitt von rund 250 Meter absolvieren.

Im Anschluss an den Fackellauf findet im Stadtzentrum ein großes Sportfest für die Stadteinwohner statt.

Das olympische Feuer war in der Nacht zum Freitag aus Istanbul nach Sankt Petersburg gebracht worden.

Der internationale Teil des Olympia-Fackellaufs geht am 29. April in Ho Chi Minh zu Ende.

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Sankt Petersburg will für Austragung von Olympia-2020 kandidieren

Posted by Kris Roman on April 5, 2008

 

Sankt Petersburg will seinen Antrag auf die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2020 einreichen. Das teilte Valentina Matwijenko. Gouverneurin der zweitgrößten Stadt Russlands, am Sonnabend mit.

Bei der Festveranstaltung, die dem Olympia-Fackellauf in Sankt Petersburg galt, erklärte sie: „Heute, an diesem feierlichen Tag, möchte ich bekannt geben, dass wir vorhaben, Petersburg für die Austragung der Olympischen Spiele 2020 vorzuschlagen.“

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Schatten- und Sonnenseiten von Putins Außenpolitik

Posted by Kris Roman on February 29, 2008

Die Außenpolitik des scheidenden russischen Präsidenten Wladimir Putin hat sowohl positive als auch negative Folgen gehabt.PLUSPUNKTE       1. Wiederherstellung des Status von Russland als einer der führenden Staaten der Welt       Die wirtschaftliche Wiederherstellung und das stabile Wirtschaftswachstum Russlands sind erfolgreich in das Wachstum seines weltpolitischen Einflusses umgewandelt worden.Russland mag beliebt oder unbeliebt sein, gewisse Kräfte mögen zur Erhöhung seines Einflusses beitragen oder sich ihm widersetzen, aber während in den 90er Jahren bei der Lösung der zahlreichen internationalen Krisen auf Moskau nicht gehört wurde, ist heute das Gegenteil der Fall. Gesagt sei, dass dies ohne eine wesentliche Aufstockung der nuklearen und sonstigen Arsenale beziehungsweise bei weitem nicht nur dank der militärischen Macht erreicht worden ist. Ihre Rolle spielte die gewachsene Macht Moskaus im Öl- und Gasbereich, seine Einstufung unter die “Mächte der Zukunft” (neben China, Indien und Brasilien) und einfach die für viele unerwartete Tatsache, dass “der kranke Mann Eurasiens” wieder gesund ist.2. Wiederherstellung der Selbstachtung der Russen       Das Selbstgefühl einer Nation ist eine Schlüsselkomponente ihres Bestehens unter den anderen Nationen, das wichtigste Ziel der Außenpolitik. Heute empfindet sich jeder Russe, von Botschafter bis Tourist, im Ausland (und daheim) als Bürger eines großen, starken, wachsenden und geachteten Staates. In den 90er Jahren wurde gewitzelt, Russland werde vom “Spaso-House” aus (Residenz des US-Botschafters in Moskau) regiert, aber heute weiß jeder Russe (oder Ausländer): Moskau muss in einer Frage der internationalen oder der eigenen Innenpolitik nicht unbedingt derselben Meinung sein wie Washington oder eine andere Welthauptstadt und kann auf dem eigenen Standpunkt beharren, ohne wie auch immer geartete negative Folgen erwarten zu müssen. In der heutigen Welt gibt es nicht viele Staaten, die sich einen solchen Luxus leisten können.3. Abwehr der Welle “bunter Revolutionen” an den Grenzen Russlands       Als in den GUS-Ländern mittels Wahlmanipulationen russlandfeindliche Regierungen an die Macht gebracht wurden, schien es, das werde in einer Katastrophe enden: mit dem Zerfall der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, einer ökonomischen und politischen Krise in Russland selbst. Das geschah jedoch nicht. Die missglückte “bunte Revolution” in Kirgisien, die mit Chaos und den Brandanschlägen auf Geschäfte in der Hauptstadt des Landes einherging, führte im Gegenteil zur Festigung von Russlands Positionen in Zentralasien und erschreckte die politischen Eliten und die Bevölkerung in dieser Region. Die Faszination der “bunten Revolutionen” in der Ukraine und Georgien verblasste wegen der inneren Ereignisse in diesen Staaten. Das Verdienst der russischen Außenpolitik besteht hier darin, dass sie auf die Geschehnisse völlig ruhig reagierte. Wie sich herausstellt, ist es bisweilen am nützlichsten, nichts zu unternehmen.4. Erhaltung der alten Organisationen (GUS – Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, OVKS -Organisation des Vertrages über die kollektive Sicherheit u. a.) und Aufbau neuer (SOZ – Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit)       Dass das Modell der russischen Politik im postsowjetischen Raum (im Geiste der 90er Jahre) nicht ewig dauern werde, war bereits zu Beginn der ersten Amtszeit von Präsident Wladimir Putin offenkundig. Es fragte sich, wodurch es abgelöst werden sollte. In den letzten acht Jahren ist klar geworden, dass ein Teil der Funktionen und Mechanismen der GUS für die meisten postsowjetischen Staaten notwendig ist, und die Reformen dieser Mechanismen gehen weiter. Hierbei konnte das militärische Bündnis einiger GUS-Länder (OVKS) erhalten werden. Es gelang auch, vom postsowjetischen (oder beinahe sowjetischen) Modell abzugehen, das auf den Lieferungen billiger Energieträger an die Moskau politisch nahen Staaten beruhte. In Entstehung ist eine neue Integrationsachse des postsowjetischen Raums: Russland – Kasachstan. In Zentralasien wird ein neues Modell der internationalen Zusammenarbeit geschaffen, es erfasst nicht nur die ehemaligen Sowjetrepubliken, sondern auch China (SOZ). Die Außenpolitik im Raum der Ex-UdSSR zerfällt zunehmend in zwei wenig miteinander verbundene Richtungen, die westliche und die zentralasiatische, was diese Politik realistischer macht.5. Wiederherstellung der von Russland verlorenen Positionen in Staaten, in denen die UdSSR einst Einfluss hatte (Vietnam, Nahost, Indien, China u. a.) und Anbahnung von Verbindungen mit neuen Partnern (lateinamerikanische und andere Länder)       Die 90er Jahre waren eine Zeit des Verlustes der globalen Rolle von Russlands Außenpolitik, da die Partnerverbindungen der Sowjetzeit zerrissen wurden, ohne dass etwas an ihre Stelle gekommen wäre. Zugleich wurde der Außenhandel gedrosselt. Das geschah vor dem Hintergrund der in Russland vor sich gehenden Marktreformen, bei denen dieser Handel erstmalig seit Jahrzehnten ins private Unternehmertum wechselte. Die russische Führung zu Anfang der 90er Jahre hatte keine deutliche Auffassung davon, was und in welchen Regionen der Welt Moskau in der Wirtschaft und Politik erreichen sollte. Unter Wladimir Putin veränderte sich die Situation. Praktisch auf allen Kontinenten zeigten sich die Geschäftsinteressen des russischen staatlichen und privaten Unternehmen, und es entstand eine Politik, die auf die Durchsetzung dieser Interessen gerichtet war.       MINUSPUNKTE       1. Unfähigkeit, sich zum ersten Partner nahe stehender Staaten (China oder Indien und viele andere) zu entwickelnRusslands Wirtschaftsmöglichkeiten erlaubten es ihm nicht, dem Einfluss nach an erster Position bei Staaten zu stehen, in denen eine solche Entwicklung der Dinge begrüßt worden wäre. Die Zeit von politisch bedingten Bündnissen war vorbei, eine immer größere Rolle spielte die Fähigkeit des Unternehmertums eines Landes, auf den Märkten anderer Länder eine führende Position einzunehmen. Das russische Unternehmertum hat dazu weder Erfahrungen noch Ressorcen. In keinem großen der für Russland wichtigsten Länder (Deutschland, China) rangiert Russland an erster Stelle als Wirtschaftspartner; bestenfalls gehört es zu den ersten zehn. Das ist selbst in den GUS-Ländern zu bemerken (zum Beispiel in Kasachstan). Ergebnis: gemessen an der Sowjetzeit ist eine Schwächung auch der politischen Verbindungen mit diesen Staaten zu verzeichnen.2. Russlands Unfähigkeit, in Lifestyle, Kultur und Kunst zur Weltspitze zu gehören       Diese Tatsache ist wohl nicht ein Misserfolg nur der Außenpolitik, dennoch wurde in all diesen Jahren empfunden, dass das heutige Russland nicht einmal das vermag, was die Sowjetunion mit wechselndem Erfolg tat, die im Ausland nicht nur dank ihrer militärischen und ökonomischen Macht viele Herzen eroberte. Der Gebrauch der russischen Sprache verringert sich, das Prestige der heutigen russischen Kultur und Kunst sinkt. In diesen Bereichen bleibt die russische Außenpolitik (genauer, die daran grenzenden Bereiche) weit hinter sehr vielen Ländern zurück, die für die Promotion ihrer Kulturen außerhalb der Grenzen zahlreiche Methoden anwenden.3. Unfähigkeit, eine wirksame Politik gegenüber der russischen Diaspora im Ausland auszuarbeiten       Das Aufkommen entsprechender neuer Ideen war bereits in den 80er Jahren festzustellen. Trotzdem spielen Millionen Auslandsrussen bisher keine Rolle als Motor der russischen Wirtschafts- und sonstigen Entwicklung, nicht eine Rolle, die mit jener der chinesischen oder der indischen Diaspora bei der Entwicklung ihrer Länder vergleichbar wäre.4. Verlust von Russlands Einfluss auf Länder wie Georgien oder die Ukraine       Moskau hat sich als unfähig erwiesen, das anscheinend kolossale Potential des guten Willens in den Nachbarländern zu mobilisieren, darunter in Ländern, die von ethnischen Russen bevölkert sind. Schlimmer noch: es hat sich zuweilen die Lage seiner Anhänger verschlechtert. Die Rede ist hier nicht nur von geglückten Handlungen der Gegner Russlands, sondern auch von seinen eigenen Fehlrechnungen. Unsere Schwachstelle war die “amerikanische Krankheit”: das „Sich-Berauschen“ an der Richtigkeit des eigenen Handelns und an der zurückgewonnenen Stärke. Das beste Beispiel einer fehlerhaften Politik sind Russlands Sanktionen gegen Georgien, die den Georgiern Abneigung gegen Moskau eingeflößt haben, darunter solchen, die mit der Politik der eigenen Regierung unzufrieden sind.5. Verluste in der militärtechnischen Zusammenarbeit (aktuellste Beispiele: Algerien und Indien)        Dieses Gebiet der internationalen Zusammenarbeit half in den 90er Jahren beinahe der Hälfte der russischen Außenpolitik, sich über Wasser zu halten. Auf militärischer Zusammenarbeit beruhten die Beziehungen zu Ländern, deren Warenumsatz mit uns weit hinter dem mit den anderen Mächten (China u. a.) zurückblieb. Es galt die Meinung, gerade hier liege das Potential für ein neues Modell von Russlands Außenhandel, der auf dem Export nicht von Energieträgern, sondern von Technologien beruhen werde. Zu Beginn des neuen Jahrtausends nahm der Umfang des russischen militärischen Exports zu. Auf den Weltmärkten verstärkte sich aber auch die Konkurrenz der anderen Waffenlieferanten. Dennoch ist die Konkurrenz wahrscheinlich nicht der einzige Grund dafür, dass sich gerade in den letzten Jahren Fälle häufen, da die Besteller russischer Waffen die Ware ablehnen und uns die Verzögerung von Lieferterminen vorwerfen. Die permanent vor sich gehenden Reformen dieses russischen Wirtschaftszweigs haben bisher nicht das erwünschte Ergebnis: einen positiven Imagewandel für russische Rüstungen.

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Der saudische Außenminister Saud al Faisal hat am gestrigen Donnerstag versucht, Präsident Wladimir Putin zu überzeugen, dass Irans Stärkung zu einer ernsthaften Destabilisierung im Nahen Osten führen kann, berichtet die russische Tageszeitung „Wedomosti“ vom Freitag.

Posted by Kris Roman on February 17, 2008

Der saudische Außenminister Saud al Faisal hat am gestrigen Donnerstag versucht, Präsident Wladimir Putin zu überzeugen, dass Irans Stärkung zu einer ernsthaften Destabilisierung im Nahen Osten führen kann, berichtet die russische Tageszeitung „Wedomosti“ vom Freitag.Im Austausch gegen den Abbau der russisch-iranischen Kontakte verspricht Riad einen Massenkauf von russischen Waffen und den Ausbau der Wirtschaftskooperation binnen fünf Jahren auf insgesamt 50 Milliarden Dollar.

Die Grundidee des von Saudi-Arabien erstellten Masterplans zur Rettung des Nahen Ostens vor der “iranischen Gefahr” besteht darin, dass Russland die weitere Zusammenarbeit mit Teheran aufgeben soll; in erster Linie beziehe sich das auf die jetzige Partnerschaft im atomaren und im militärtechnischen Bereich. Vorausgesetzt wird außerdem, dass Moskau darauf verzichtet, Iran in dem UN-Sicherheitsrat und anderen internationalen Organisationen gegen den Druck des Westens ständig in Schutz zu nehmen.

Die Saudis sehen ein, dass Moskau, wenn es diesen Plan unterstützt, recht viel in finanzieller und auch in moralischer Hinsicht verlieren würde, deshalb versprechen sie Russland ein wirklich königliches Geschenk.

Laut “Kommersant” bietet Riad sich statt Teherans als russischen Partner im militärtechnischen Bereich vor. So könnte noch vor Jahresende ein Vertrag über die Lieferung von mehr als 100 BMP-3 (Schützenpanzer) für rund 200 Millionen Dollar unterzeichnet werden. Außerdem gibt es den Plan, ebenfalls vor Jahresende einen Vertrag über die Lieferung von 150 T-90S-Panzern für 600 Millionen Dollar abzuschließen. Es laufen bereits Vorverhandlungen über den Kauf von 161 Mi-17-, Mi-35- und Mi-26-Hubschraubern für insgesamt rund 1,6 Milliarden Dollar. Auch die Pläne Saudi-Arabiens, ein komplexes Luftabwehrsystem zu schaffen, versprechen der russischen Verteidigungsindustrie Großverträge. Riad ist bereit, beinahe alle Typen von Luftabwehrkomplexen zu kaufen, angefangen mit den mobilen Fla-Komplexen und den Fla- und Kanonen-Komplexen “Panzir” bis zu den Langstreckensystemen S-400.

Riad hat nicht die Absicht, sich auf militärtechnische Verträge zu beschränken. Das Königreich bietet Russland eine strategische Wirtschaftspartnerschaft an. Saud al Faisal hat nach Moskau den Vorschlag mitgebracht, einen Großvertrag über die vorrangigsten Entwicklungsrichtungen der Zusammenarbeit abzuschließen. Der Entwurf dieses Dokuments sieht vor, bereits in den kommenden fünf Jahren den bilateralen Warenumsatz und den Umfang der gegenseitigen Investitionen auf 50 Milliarden Dollar zu bringen (2006 belief sich der russisch-saudische Warenumsatz auf nicht einmal 250 Millionen Dollar).

Die Saudis schlagen vor, schon demnächst ein Investitionsforum unter Beteiligung der größten Unternehmen aus beiden Staaten abzuhalten, um ihre Absichten zu bekräftigen. Als Bonus schließlich ist Saudi-Arabien bereit, seine Einwände gegen Russlands WTO-Beitritt zurückzunehmen.

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RUBEL BALD INTERNATIONALE RESERVEWÄHRUNG? – MEINUNGEN VON EXPERTEN

Posted by Kris Roman on February 17, 2008

Die von Präsidentschaftskandidat Dmitri Medwedew am Freitag formulierte Aufgabe, den russischen Rubel in Zukunft zu einer internationalen Reservewährung zu machen, wird jetzt von russischen Experten lebhaft kommentiert.„Der Rubel könnte bald in einer Reihe mit Dollar und Euro stehen“, meinte Irina Wachranjowa, Regionaldirektorin der Bank of New York in Moskau, am Freitag vor Journalisten. Genauso gut könnte Russland zu einem internationalen Finanzzentrum zu werden. „Warum nicht? Das erforderliche Potential, zukunftsreiche Unternehmen und die notwendige Infrastruktur sind ja vorhanden.“

Igor Jurgens, Vizepräsident des Russischen Industriellen- und Unternehmerverbandes, hält das allerdings nur bei einer weiter erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung Russlands für möglich. In erster Linie könnte das innerhalb der GUS-Wirtschaftszone und der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft geschehen. „Wenn sich unsere Wirtschaft hervorragend entwickeln und viele Waren produzieren wird, werden diese Länder gezwungen sein, Rubel zu akkumulieren, um unsere Waren zu kaufen. Wenn nicht – dann nicht.“

Damit die nationale Währung zu einer Reservewährung für andere Staaten wird, muss man einen großen Außenhandelsumfang haben, stellt Maxim Schejin, Wirtschaftsexperte der Investmentgesellschaft BrokerKreditService, fest. „Außerdem muss es die Währung einer starken Wirtschaftsmacht sein. Für Russland käme das erst in einigen Jahren in Frage.“

Anatoli Akssakow, Mitglied des Staatsduma-Ausschusses für Finanzmärkte, hält das dagegen innerhalb des GUS-Raums schon in mittelfristiger Perspektive für möglich. Dies sei allerdings nur dann machbar, wenn die Zentralbank Russlands auf die Regulierung des Rubel-Kurses verzichten würde.

Ein schnellerer Übergang zu einem Floating-Kurs des Rubels sei auch nicht zweckmäßig und sogar gefährlich. „Eine rasche Rubel-Festigung könnte den russischen Unternehmen schaden“, betonte er. „Zunächst müssen komfortable Bedingungen für die Unternehmer geschaffen werden.“ In den nächsten drei Jahren sollten außerdem Maßnahmen zur staatlichen Unterstützung des Unternehmertums beschlossen werden.

Russlands Vizepremier und Finanzminister Alexej Kudrin hatte im Februar erklärt, dass der Rubel bei einigen Nachbarländern Russlands demnächst zu einer Reservewährung werden könnte. All das lasse Russland zu den größten Weltwirtschaften zählen.

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RUSSLAND ALS „SICHERE INSEL“ IM GLOBALEN FINANZCHAOS?

Posted by Kris Roman on January 30, 2008

Jelena Sagorodnjaja, RIA NovostiBeim Wirtschaftsforum in Davos fallen selten Entscheidungen. Den idyllischen Skiort nutzen Wirtschaftshaie und politische Schwergewichtler jedoch gerne, um Entscheidungen zu besprechen, die Lawinen auslösen können.

Heute ist Davos ein renommierter und angesehener Ort für internationale Auftritte.

Die diesjährige Präsentation Russlands war überaus erfolgreich. Russlands Finanzminister Alexej Kudrin erklärte letzten Mittwoch, Russland könnte der Welt helfen, nicht ins globale Wirtschaftschaos abzugleiten. Am Donnerstag äußerte er sich schon konkreter dazu, wie diese Hilfe aussehen könnte.

Noch nie haben sich die Mitglieder der russischen Delegation in Davos so aufgehoben gefühlt. In der bisherigen Geschichte der Foren in Davos hatte Russland mitunter eine zentrale, meist aber eine negative Rolle gespielt. Im Regelfall wurden die Russen quasi zu Vorschulbuben degradiert, die auf einen Hocker klettern mussten, um vor den Erwachsenen ein Gedicht zu rezitieren.

Anfang der 90er Jahre brachten die Russen noch gerne fassweise Kaviar sowie Zigeuner mit tanzenden Bären nach Davos mit. Im Winter 1999, nach der verheerenden Finanzkrise, herrschte dann ein demonstratives Schweigen um die russische Delegation: Niemand wollte mit ihnen reden.

Russland, das in diesem Jahrhundert wichtiger geworden ist, ruft nun bei den Davoser Stammgästen mehr Respekt hervor. Mit Russlands Vertretern wurden zuweilen auch ernste Gespräche geführt, bei denen die Russen allerdings meist wenn schon nicht mehr die Rolle von Vorschulbuben, dann höchstens von Mittelschülern zu spielen hatten. Die russischen Gäste äußerten sich gern über die Rückzahlung der Außenschulden, lobten die neuen Gesetze über den Effektenmarkt über den grünen Klee und priesen Erfolge bei der Reform der Stromenergiewirtschaft an. Insgesamt traten sie aber als Vertreter eines nicht gerade reichen, nicht besonders glücklichen und auch in intellektueller Hinsicht nicht gerade hoch entwickelten Landes auf.

In diesem Winter agieren aber die russischen Delegationsmitglieder vor dem Hintergrund der betrübten Vertreter der politischen und der Wirtschaftselite wie echte Triumphatoren. Am Mittwoch mussten die Teilnehmer zugeben, dass es in der Tat eine Krise gibt. Ein Rezept dagegen wurde vorerst nicht gefunden. Der New Yorker Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini, der bereits beim Forum im vergangenen Jahr vor einer Krise gewarnt hatte, stellte nun fest: „Es ist kein Schnupfen, woran die USA leiden, dies ist eine Pneumonie.“ Der bekannte Financier George Soros verwies auf das Hauptsymptom der Erkrankung: Der Dollar ist tot. „Die jetzige Krise steht für das Ende der Ära der Kreditexpansion, die sich auf den Dollar als die internationale Reservewährung gestützt hat“, sagte er.

Triumphal klangen vor diesem Hintergrund Kudrins Erklärungen, Russland könnte als eine „Insel der Sicherheit“ und als ein „Sicherheitspolster“ dienen. Russlands BIP soll 2008 laut seiner Prognose um 6,7 Prozent wachsen (2007 waren es 7,6 Prozent). Die Jahresinflation soll dabei 8,5 Prozent betragen gegenüber 11,9 im vergangenen Jahr. Das „Polster“ sei der Stabilisierungsfonds, der der Zentralbank und der Regierung die Möglichkeit bietet, „ausreichende Mittel zu akkumulieren, um einen eventuell ausfallenden Zustrom von Krediten und Investitionen in Russland zu ersetzen und die Tilgung der Devisen-Verbindlichkeiten der russischen Unternehmen in beliebigem Umfang zu gewährleisten“. „Deshalb drohen uns im Zusammenhang mit der jetzigen internationalen Krise keine ernsthaften Erschütterungen“, fügte er hinzu. Im Stabilisierungsfonds sind derzeit 150 Milliarden Dollar akkumuliert, bis Ende dieses Jahres sollen es 200 Milliarden Dollar werden.

Nun reicht unsere Insel, die auf dem Stabilisierungspolster basiert, der restlichen Welt die Hand. „Als ein Land mit beträchtlichen Reserven könnte Russland bei der Milderung der internationalen Krise hilfreich sein“, so der Finanzminister. Er präzisierte allerdings nicht, worin diese Hilfe bestehen könnte.

Mehr Klarheit brachte das Seminar „Souveräne Wohlstandsfonds – Erfindungen und Realität“ am Donnerstag. Offenbar hatte Kudrin unter der Hilfe für die Welt Geld aus dem Stabilisierungsfonds gemeint. Vom 1. Februar an wird der Fonds allerdings in zwei aufgeteilt: den Reservefonds und den Wohlstandsfonds. Dies ist aber insofern nicht weiter wichtig, sollen doch bis zu 60 Prozent der Mittel aus beiden Fonds in die internationalen Finanzmärkte investiert werden.

Beim Seminar in Davos ging es um Fonds ähnlichen Typs wie der russische. Diese haben alle zusammen bereits 3,2 Billionen Dollar akkumuliert. In Davos wurde darüber diskutiert, wie diese Fonds genutzt werden könnten. Russland scheint diesbezüglich seine Wahl bereits getroffen zu haben.

Laut einem soeben veröffentlichten Regierungsbeschluss über die Verwaltung der Gelder des Wohlstandsfonds wird mindestens die Hälfte in Staatspapiere von 14 Ländern investiert: Österreich, Belgien, Großbritannien, Deutschland, Dänemark, Irland, Spanien, Kanada, Luxemburg, Niederlande, USA, Finnland, Frankreich und Schweden. Der Rest geht dann in die Wertpapiere ausländischer Staatsagenturen und Zentralbanken (höchstens 30 Prozent des Gesamtumfangs des Fonds), in Wertpapiere der zuverlässigsten internationalen Finanzinstitutionen (höchstens 15 Prozent) und in die ausländischen Bankdepositen (höchstens 30 Prozent).

Sollten alle 30 Länder, die die oben erwähnten 3,2 Billionen Dollar für „alle Fälle“ zurückgelegt haben, heute beschließen, dass „alle Fälle“ heute eingetreten sind, und zumindest einen Teil dieses Geldberges auf die internationalen Finanzmärkte bringen, so würden die Pessimisten für lange verstummen. Vorausgesetzt, die Besitzer der „Sicherheitspolster“ diese koordiniert einsetzen und dadurch keine neue Krise verursachen.

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