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N-SA denktank over Rusland – N-SA thinktank about Russia

Der saudische Außenminister Saud al Faisal hat am gestrigen Donnerstag versucht, Präsident Wladimir Putin zu überzeugen, dass Irans Stärkung zu einer ernsthaften Destabilisierung im Nahen Osten führen kann, berichtet die russische Tageszeitung „Wedomosti“ vom Freitag.

Posted by Kris Roman on February 17, 2008

Der saudische Außenminister Saud al Faisal hat am gestrigen Donnerstag versucht, Präsident Wladimir Putin zu überzeugen, dass Irans Stärkung zu einer ernsthaften Destabilisierung im Nahen Osten führen kann, berichtet die russische Tageszeitung „Wedomosti“ vom Freitag.Im Austausch gegen den Abbau der russisch-iranischen Kontakte verspricht Riad einen Massenkauf von russischen Waffen und den Ausbau der Wirtschaftskooperation binnen fünf Jahren auf insgesamt 50 Milliarden Dollar.

Die Grundidee des von Saudi-Arabien erstellten Masterplans zur Rettung des Nahen Ostens vor der “iranischen Gefahr” besteht darin, dass Russland die weitere Zusammenarbeit mit Teheran aufgeben soll; in erster Linie beziehe sich das auf die jetzige Partnerschaft im atomaren und im militärtechnischen Bereich. Vorausgesetzt wird außerdem, dass Moskau darauf verzichtet, Iran in dem UN-Sicherheitsrat und anderen internationalen Organisationen gegen den Druck des Westens ständig in Schutz zu nehmen.

Die Saudis sehen ein, dass Moskau, wenn es diesen Plan unterstützt, recht viel in finanzieller und auch in moralischer Hinsicht verlieren würde, deshalb versprechen sie Russland ein wirklich königliches Geschenk.

Laut “Kommersant” bietet Riad sich statt Teherans als russischen Partner im militärtechnischen Bereich vor. So könnte noch vor Jahresende ein Vertrag über die Lieferung von mehr als 100 BMP-3 (Schützenpanzer) für rund 200 Millionen Dollar unterzeichnet werden. Außerdem gibt es den Plan, ebenfalls vor Jahresende einen Vertrag über die Lieferung von 150 T-90S-Panzern für 600 Millionen Dollar abzuschließen. Es laufen bereits Vorverhandlungen über den Kauf von 161 Mi-17-, Mi-35- und Mi-26-Hubschraubern für insgesamt rund 1,6 Milliarden Dollar. Auch die Pläne Saudi-Arabiens, ein komplexes Luftabwehrsystem zu schaffen, versprechen der russischen Verteidigungsindustrie Großverträge. Riad ist bereit, beinahe alle Typen von Luftabwehrkomplexen zu kaufen, angefangen mit den mobilen Fla-Komplexen und den Fla- und Kanonen-Komplexen “Panzir” bis zu den Langstreckensystemen S-400.

Riad hat nicht die Absicht, sich auf militärtechnische Verträge zu beschränken. Das Königreich bietet Russland eine strategische Wirtschaftspartnerschaft an. Saud al Faisal hat nach Moskau den Vorschlag mitgebracht, einen Großvertrag über die vorrangigsten Entwicklungsrichtungen der Zusammenarbeit abzuschließen. Der Entwurf dieses Dokuments sieht vor, bereits in den kommenden fünf Jahren den bilateralen Warenumsatz und den Umfang der gegenseitigen Investitionen auf 50 Milliarden Dollar zu bringen (2006 belief sich der russisch-saudische Warenumsatz auf nicht einmal 250 Millionen Dollar).

Die Saudis schlagen vor, schon demnächst ein Investitionsforum unter Beteiligung der größten Unternehmen aus beiden Staaten abzuhalten, um ihre Absichten zu bekräftigen. Als Bonus schließlich ist Saudi-Arabien bereit, seine Einwände gegen Russlands WTO-Beitritt zurückzunehmen.

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