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Die Nacht der Museen in Moskau – ein unerwarteter Publikumshit

Posted by Kris Roman on May 19, 2008

RIA Novosti

Die Nacht der Museen in Moskau vom 17. zum 18. Mai war ein großer Publikumserfolg. Viele Kunstliebhaber nahmen kilometerlange Schlangen in Kauf, um die hauptstädtischen Museen und Galerien kostenlos zu besichtigen.

Unter den staatlichen Museen erfreute sich die Tretjakow-Galerie mit 17 000 Besuchern der größten Beliebtheit.

„Die Hauptausstellung der klassischen russischen Kunst und die im Vorfeld der Auktion von Christie’s durchgeführte Ausstellung ‘Die Kunst der Präraffaeliten’ konnten vom Beginn der Nacht der Museen um 18.30 Uhr bis 22.00 Uhr 2800 Menschen sehen und weitere 800 kamen in die Tretjakow-Galerie, um die Ausstellung ‚Das Goldene Vlies’ zu sehen“, sagte die stellvertretende Direktorin dieses Museums, Marina Elsesser, RIA Novosti.

Am Sonntag, als der Eintritt in die Tretjakow-Galerie ebenfalls gratis war, seien 16 000 Besucher verzeichnet worden.

Wie der Pressedienst des Puschkin-Museums berichtete, unterhielten das Symphonieorchester und die Solisten des Bolschoi-Theaters die Besucher, die auf den Eintritt in dieses Museum für bildende Künste warteten. Zudem wurde vor dem Hauptgebäude des Museums das Projekt „Art-Tour“ präsentiert, in dessen Rahmen die Häuser im Stadtzentrum Moskaus mit Postern verziert werden, auf denen Kunstwerke aus der Sammlung des Puschkin-Museums abgebildet sind.

Das Historische Museum begann bereits einige Tage vor der Nacht der Museen mit der Ausgabe von insgesamt 1500 Gratis-Tickets, um einen chaotischen Besucherandrang, wie es im Vorjahr der Fall gewesen war, zu vermeiden, sagte die Pressesprecherin des Museums, Olga Bukowskaja.

Für die Moskauer Galeristen entpuppte sich die Nacht der Museen als echte Überraschung hinsichtlich der Besucheranzahl. Den größten Ansturm verzeichneten die Galerien im Zentrum für zeitgenössische Kunst „Winsawod“. Es veranstaltete zudem eine Musik- und Feuershow und präsentierte Videokunst. In einem Straßencafé wurden die Besucher mit Schaschlik und Bier bewirtet.

Fjodor Pawlow-Andrejewitsch, der Veranstalter des Projektes „Doutrart“, das 50 Galerien vereinigt, gab zu, mit einem solchen Andrang nicht gerechnet zu haben.

Die Galeristen erklären sich dieses Phänomen mit der allgemeinen Begeisterung der Moskauer für die moderne Kunst seit den vergangenen zwei Jahren. So wurde auf der Messe „Art-Moskwa“, die bis Sonntag lief, alles und unabhängig vom Preis gekauft, vermerken die Kunstexperten.

Doch auch andere Galerien konnten nicht über Besuchermangel klagen. In der Galerie von Gari Tatinzjan hielt zum Beispiel der bekannte amerikanische Künstler George Condo eine Lesung und es fand ein Konzert der Gruppe ZventaSventana statt.

Im Kunstzentrum ArtStrelka wurden die bedeutendsten Künstler des Jahres gewählt. Gewonnen haben die Abstimmung Boris Orlow, Ilja Truschewski, Sergej Bratkow und Andrej Monastyrski.

Das Moskauer Museum für zeitgenössische Kunst wartete mit thematischen Exkursionen, unter anderem über den Maler Kasimir Malewitsch, auf.

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